BRAUCHTUM, SCHMANKERL, SZENETREFF

Der offizielle Oktoberfestkrug 2016 verbindet alte Traditionen

Keine Frage, Bier gehört zur bayerischen Lebensart und genießt nicht nur auf dem weltweit bekannten Oktoberfest eine lange Tradition. Blickt man zurück auf die Geschichte des bayerischen Bieres, dann fällt in diesem Zusammenhang die Jahreszahl 1516, das Jahr, in dem das Bayerische Reinheitsgebot erlassen wurde. Dieses besagt, dass lediglich Wasser, Malz, Hopfen und Hefe zum Brauen von Bier verwendet werden dürfen. Zur Tradition gehört auch der offizielle Oktoberfest-Sammelkrug der Stadt München. Die schlichte Form des grauen Steinzeug-Maßkruges, in Bayern auch Keferloher genannt, ist seit mehr als 100 Jahren unverändert geblieben. Namensgebender für den Urkrug der Bayern ist der Viehmarkt in Keferloh bei München gewesen. Um das Bier länger frisch zu halten, nutzte man die isolierende Wirkung des Tons. Seit 1978 werden als Souvenirartikel für das Oktoberfest wieder Keferloher in aufwendiger Handarbeit hergestellt und mit dem jährlich wechselnden Oktoberfest-Plakatmotiv verziert. In diesem Jahr leuchtet das traditionelle Stück pinkfarben und zeigt ein rotes Riesenrad, eine blaue Brezen, ein Wiesnherz, eine Maß Bier und fröhliche Oktoberfestbesucher in Tracht. Entworfen wurde das Leitmotiv von zwei Studentinnen der Designschule München, Linda Sophia Schultheis und Susanna Schneider. Nur der offizielle Oktoberfestkrug trägt das jährlich wechselnde Plakatmotiv.

Besonders wertvoll wird der exklusive Sammlerkrug durch seinen handgearbeiteten Zinndeckel und seine Verzierungen der Wiesnoriginale. Diese werden in dem handgearbeiteten Zinndeckel der Reihe nach vorgestellt. In diesem Jahr wird das Bildnis des größten Schauunternehmers, Carl Gabriel (1857 – 1931), gezeigt. Als seine erste Oktoberfestattraktion und gleichzeitig Neuheit auf dem Markt stellte Gabriel 1894 die „Hexenschaukel“ vor. In der Folgezeit spezialisierte er sich auf Völkerschauen, die von Agenten zusammengestellt worden waren. Ab 1902 betrieb Gabriel an eigenen Geschäften auf dem Fest das „Hippodrom“ und ab 1910 das „Teufelsrad“. Mit jährlichen Neuheiten bestimmte er das Festgeschehen. 1897 gründete er die „Sektion München“ des „Internationalen Vereins reisender Schausteller und Berufsgenossen“. Als deren Vorstand veranstaltete er die jährliche Versammlung im Hippodrom. Carl Gabriel gehörte zu den Pionieren der Münchner Kinogeschichte. 1907 eröffnete er in der Dachauerstraße 16 eines der ersten Kinos in München, das noch heute als „Kino Gabriel“ existiert. Ebenso erhalten haben sich seine „Sendlingertor-Lichtspiele“.

Der offizielle Oktoberfest-Krug sowie weitere Oktoberfest-Artikel sind im Rastal-Werksverkauf, Lindenstraße 14, 56203 Höhr-Grenzhausen, erhältlich.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 10.00 bis 18.00 Uhr und Samstag 10.00 bis 13.00 Uhr.

Tel. 02624/16-166